Härte eines Drucktampons

 

Die Härte des Drucktampons wird nach der DIN 53505 als Shore-A Härte angegeben. Normalerweise werden Tampons zwischen 0 und 20-Shore-A angeboten. Bei 1 bis 2 Shore-A ist ein Drucktampon als weich, bei 6 Shore-A als mittelhart und ab 12 Shore-A als hart zu bezeichnen.

Drucktampon Haerte1 Gross
Drucktampon Haerte2 Gross
Drucktampon Haerte3 Gross

Der mittelharte Tampon wird aufgrund von empirischen Ermittlungen als Standard empfohlen. Über 25 Shore-A ist der Drucktampon in der Regel zu hart um mit ihm zu drucken. (Ausnahme: Im Rotationstampondruck werden Silikonwalzen bis ca. 70 Shore A gefertigt). Ferner werden Tampons gerade im amerikanischen Raum mit der Härtebezeichnung Shore-00 klassifiziert. Dabei sind 50 Shore-00 ungefähr gleichzusetzen mit 0 Shore-A. Der Vorteil der Shore-00-Bemaßung liegt in den sehr weichen Bereichen unter 0 Shore-A, da man auch hier noch eine Bemaßung angeben kann. Die technische Untergrenze liegt bei ca. 25 Shore-00 (z.B. zum Bedrucken roher Eier).

Außerdem ist der relative Meßfehler niedriger. Trotz der Vorteile kann man aufgrund des geringen Bekanntheitsgrades die Shore-00-Bemaßung bis auf die außergewöhnlich weichen Drucktampons vernachlässigen.

Shore-Härte

Einteilung

1-2 Shore A Weiche Drucktampons
5-6 Shore A Standard Drucktampons
11-12 Shore A Harte Drucktampons

Harte Drucktampons

Harte Drucktampons zeichnen sich durch ein scharfes Druckbild aus. Durch ihre hohe mechanische Festigkeit ist die Haltbarkeit (Lebensdauer) höher als bei weichen Tampons. Da harte Drucktampons ein gutes Abrollverhalten aufweisen, ist eine starke Wölbung des Tampons nicht notwendig (im Gegensatz zum weichen Drucktampon), um Lufteinschlüsse beim Drucken zu verhindern. Durch das gute Abrollverhalten werden Strukturoberflächen exakt bedruckt.

Nachteilig im Verhältnis zu weichen Tampons ist der dünnere Farbauftrag sowie der Druck stark gebogener Teile, deren Materialeigenschaften häufig dem notwendigen Pressdruck eines harten Drucktampons nicht gewachsen sind. Ebenfalls muß die maximale Presskraft der Tampondruckmaschine berücksichtigt werden, da kleinere Maschinen (abhängig vom Maschinentyp) manchmal nicht genügt Kraft haben, den Drucktampon ausreichend zu verformen.

Weiche Drucktampons

Weiche Drucktampons passen sich dagegen besser den geometrischen Konturen des Bedruckstoffes an (z.B. bei starken Wölbungen). Ihr Druckbild ist aber weniger präzise. Vollflächige und grobgerasterte Druckvorlagen werden dennoch qualitativ besser dargestellt, da der dickere Farbauftrag des weichen Tampons besser deckt und tendenziell die Farbe homogener verteilt wird, was sich bei diesen Beispielen als vorteilhaft erweist. Der weiche Drucktampon neigt zu Lufteinschlüssen im Druckbild und muß deshalb eine starke Wölbung (Spitze) aufweisen, um sein Abrollverhalten zu optimieren. Außerdem neigt er aufgrund seines weichen Materials eher zu Vibrationen, was in der Regel durch Senkung des Drucktaktes zu beheben ist.

Härtegrad

Anwendung

Weiche Drucktampons Vollflächige Drucke, stark gebogene oder empfindliche Bedruckstoffe
Mittelharte Drucktampons Standardanwendungen
Harte Drucktampons Strukturoberflächen und Präzisionsdrucke